Playmobil Funpark bei Nürnberg

Nur eine Viertelstunde vom Hotel entfernt – der Playmobil Funpark. Da ab mittags Gewitter angesagt waren, waren wir morgens direkt um 9:00 Uhr zur Eröffnung da und haben den Tag bis zu unserer Abfahrt am Nachmittag bei strahlender Sonne verbracht- kein Verlass auf diese WetterApps.

Regulär kostet der Parkeintritt- je nach Saison- maximal 12€ für Erwachsene, das Parkhaus schlägt mit 5€ zu Buche. Dafür gibt es recht neu nun auch einen Indoor Bereich zum Playmobil spielen, Themenhäusern und dem Kletterpark, in den man bei schlechtem Wetter flüchten kann, bzw im Winter nutzen (in der Wintersaison ist der Eintritt auch deutlich günstiger, da dann NUR die Halle zu nutzen ist).

Der Park ist in verschiedene (Playmobil-) Themenwelten unterteilt, die durch zahlreiche (Wasser-)Spielplätze ergänzt werden: Feenland, Ritterburg, Dinoland, Bauernhof, Piratensee, und viele mehr.

In jeder „Welt“ kann man verschiedene Dinge erleben / ansehen/ erklettern: über die Gangway aufs Piratenschiff laufen und das Steuer vom Kapitän übernehmen zum Beispiel.

Oder auf dem Bauernhof die Kühe melken und die Pferde striegeln.

Im Feenland in den wassergefüllten Muscheln kleine Schätze suchen.

Oder einfach, bei warmem Wetter wie heute, auf einem der vielen Wasserspielplätze plantschen, matschen, Wassergräben bauen,Floß oder Boot fahren.

Als Familienpark ist natürlich alles auf Kinder eingestellt (wie in zahlreichen Lautsprecherdurchsagen immer wieder betont wurde). Überall führen kinderwagenfreundliche Wege hin, Hochstühle, Kindertoiletten, Wickel-/ Stillraum…

Wir haben im Biergarten zu Mittag gegessen, weil man dort draußen sitzen kann (gibt aber noch verschiedene andere Verpflegungsstationen) und für einen Freizeitpark waren es wirklich zivile Preise: ein Kidsmenü mit (zB) Pommes, Geflügelnuggets, Getränk im kostenlosen Playmobil- Sammelbecher, Fruchtquetschie und einer Playmobil- Spielfigur für 5,90€. Da kannste nix sagen. Ansonsten gibt’s natürlich auch Eisstände und Imbissbuden, aber auch das Mitbringen eigener Getränke und Lebensmittel ist erlaubt. Die Taschenkontrolle am Eingang schaut nur nach gefährlichen Gegenständen.

Wer in der Nähe wohnt, sollte sich definitiv eine Jahreskarte holen- hier kann man wirklich viel Zeit gut verbringen! Wir konnten heute natürlich nur einen kleinen Eindruck, aber uns hat es super gefallen, viele Kleinigkeiten, die einfach stimmten: dass es auch Schattenplätze auf den Spielplätzen gab, durch Bäume und Sonnensegel, die kurzen Wege für kurze Beine, die verschiedenen Schwierigkeitsgrade auf den Spielplätze für Kleinkinder und größere…

Für Kinder von 0-8 Jahren gibt es hier auf jeden Fall jede Menge zu entdecken und zu spielen, ältere Geschwisterkinder finden aber sicherlich auch noch Herausforderungen.

Uns hat gefallen, dass es eben kein Fahrgeschäft- Park war, bei dem man lange für eine Achterbahn anstehen muss, sondern alle Kinder einfach immer überall spielen können. Selbst an einem sonnigen Sonntag, an dem es recht voll war, war es nicht überfüllt.

Also: when in Bayern, ab zum Playmobil-Park!

Dinopark Bayern

Eigentlich wollten wir ja einen vollen Tag Sightseeing in Nürnberg machen. Aber bei der Reisevorbereitung ploppte auf der offiziellen Nürnberg Tourismusseite in der „Kids“- Rubrik der Dinopark Bayern im Altmühltal auf. 50 Minuten südlich von Nürnberg. So weit südlich kommen wir so bald nicht mehr und da der Travelbuddy zurzeit der weltgrößte Dinofan ist, mussten wir dort natürlich hin.

Ein bisschen jwd gelegen, aber gut beschildert mit eigenem, kostenfreien Parkplatz teilt sich der Dinopark in verschiedene Bereiche: das Eingangsgebäude mit Shop und Caféteria, die neue Museumshalle (zurzeit mit Flugsaurier Sonderausstellung), den Dinospielplatz, das Mitmachareal und den ca.1,5km langen Rundweg durch die Erdzeitalter mit lebensgroßen Urzeit- und Dinofiguren. Mit fast 20€ Eintritt für Erwachsene ein durchaus teurer Spaß, aber es lohnt sich. Außerdem gibt es eine Handvoll Edelsteine, Haizähne, den sonst 4€ kostenden Ausstellungskatalog und den Lageplan gratis dazu.

Auf dem Spielplatz zieht sich das Dinothema durch: ob Wippe, Rutsche, Klettergerüst: alles in Dinooptik. Nach einem erklärenden Zeitstrahl durch die Erdzeitalter ging es dann in den bewaldeten Wanderweg.

Vom Erdmittelalter bis zur Eiszeit. Besonders spannend war natürlich das Dinozeitalter.

Jede Menge lebensgroße Dinofiguren aus Jura, Trias und Kreide mit informativen Text- und Bildtafeln, die zB Namen der Dinos erklären, „Fun facts“ bereit halten oder interessante Zusatzinfos darstellen, wie zB der Vergleich von Kolibri/ Hühner und Dino-Ei.

Die riesigen Dinofiguren sind einfach wahnsinnig beeindruckend- für Dinofans allemal. In Büchern zu lesen, dass ein Brachiosaurus „so groß wie ein dreistöckiges Haus“ war, ist das eine, vor so einem Giganten zu stehen, noch eine ganz andere Dimension.

Der Waldweg war auch mit Kinderwagen recht gut zu bewältigen, etwa auf der Hälfte kann man im Waldbiergarten mit Spielplatz Pause machen, picknicken, die Kinder toben lassen, aufs Klo gehen… jeder eben wie er will.

Unterwegs auch neben dem Spielplatz nette Unterbrechungen: Ein Zeitmesser, der einem sagt, mit welchem Dino man geschwindigkeitstechnisch mithalten kann.

Eine riesige Heuraufe die zeigt, wie viel Grünzeug so ein Langhals am Tag fressen muss.

Und stilecht: als es um das Aussterben der Dinos vor 66 Mio Jahren geht, sind die Bäume rund um den „Meteoritenkrater“ tatsächlich angekokelt und verbrannt. Das nenne ich Liebe zum Detail.

in der Mitmacharena kann man mit Schutzausrüstung selbst Dinoeier aus Gips „sprengen“, oder nach vergrabenen Fossilien suchen.

In der neuen Museumshalle ist zurzeit eine Sonderausstellung zu Flugsauriern, die zum Teil auch dort im Altmühltal gefunden wurden, dort sind wir dann bei den ersten Regentropfen hingeflüchtet, bevor wir uns noch im Shop ausgetobt haben. So viele coole Dinosachen!

Leider hat uns auf dem Weg zum Auto ein Regenschauer erwischt (uns aber ein romantisches Flashback zu unseren Flitterwochen und dem Wolkenbruch am Kennedy Space Center beschert ❣), trotzdem sind wir danach noch in die Nürnberger Altstadt gefahren und haben uns da ein wenig umgesehen. Dazu aber mehr an anderer Stelle.

Nun erstmal Roooooar! Ab mit euch in den Dinopark Bayern!

LWL-Museum Schiffshebewerk Henrichenburg

Auf den Tipp einer Leserin hin, mussten die Pottkinder unbedingt ins Schiffshebewerk Henrichenburg. Von uns waren es am Sonntagvormittag gerade mal 20 Minuten zu fahren und bei schönem Sonnenschein macht so ein Spaziergang am Kanal auch gleich viel mehr Spaß.

Wir waren mit der RuhrTopCard umsonst dort, auch die regulären 4€ für Erwachsene sind aber absolut human, außerdem gibt es recht viele eintrittsfreie Tage, einfach mal auf der Homepage nachschauen.

In verschiedenen (Maschinen-) Hallen sind Ausstellungsstücke zur Schifffahrt im Allgemeinen, dem Kanalbau und dem Leben als Seemann zu entdecken. „Käpt’n Henri“ nimmt insbesondere Kinder mit auf eine Reise durch die Ausstellung. Die große Dampfmaschine (wird 4-5x täglich angestellt) und das Demo-Schiffshebewerk, bei dem Kinder mit Wasser die Hebetechnik nachspielen dürfen, sind wohl die spannendsten Exponate.

 

Per Museums-App (oder QR-Code-Reader) bekommt man an den verschiedenen Stationen des Museum den Audioguide gratis dazu- unter anderem auch eine Audiotour extra für Kinder!

Über das Leben der Schifffahrer (und ihrer Familien) erfährt man mehr auf dem Schiff Franz- Christian, das auf dem Kanal vor Anker liegt und zum Museumsschiff umgebaut wurde. Bis hierhin war das Museum soweit barrierefrei, auf das Schiff kommt man mit Kinderwagen dann aber nicht mehr und spätestens, wenn man „durch“ das Hebewerk 77 Wendelstufentreppen hoch muss, um zu den Spielplätzen zu kommen, wird es mit Rollstuhl/ Kinderwagen/ Gehbehinderung schwierig.

Laut Aussagen der Männer der Familie, ist der Weg zum Spielplatz „außenrum“ schlecht beschrieben, Familien trafen sich beim „gemeinsamen Verlaufen“ auf der Suche nach dem richtigen Weg. Also aufgepasst: Gegenüber von Eingang und Kasse ist ein Metalltor, dort muss man klingeln und wird dann von der Kasse reingelassen. Den viel kürzeren Betriebsweg links soll man nicht nutzen (hat viele nicht interessiert…), ansonsten dem „offiziellen Weg“ folgen und dann links- oder rechtsherum über eine der Brücken zu den Spielplätzen.

Der Kletterspielzeug mit Boot/ Hängematte/ Mast ist schon schick, vor allem gibt es hier Picknickbänke im Schatten. Das Café dort hatte leider geschlossen, obwohl April- September auf dem Schild steht. Aber die WCs waren offen.

Der Wasserspielplatz hat eine sehr „deutsche“ Beschilderung: „Baden verboten“ (und was, wenn man vom Floß fällt?), einige „ab 6 Jahre“ und „ab 12 Jahre“ -Schilder (die großen Schaukeln), bei denen man sich wundert, mit welchen Kindern man denn dann überhaupt auf diese Spielplätze gehen soll?!

Zum Mittag gab es noch ein kühles Getränk aus dem grünen Doppeldecker- Gastrobus, auch der Grill war in Betrieb und es gab eine leckere Currywurst, alles zu familienfreundlichen Preisen.

Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall, mit Kindern besonders bei gutem Wetter, damit man die tollen Outdoor-Spielplätze nutzen kann. Vorher die Homepage auf Sonderveranstaltungen (auch für Kinder) checken, da wird wirklich viel angeboten!

Deutsches Bergbaumuseum Bochum

 

Am Feiertag bei Nieselwetter wollten wir einfach ein wenig raus und haben unser Ruhrtopcardheft nach Indoor-Aktivitäten abgesucht, die kein Schwimmbad waren und nicht zu weit weg. Also wollten wir ins Bergbaumuseum Bochum, wo ich selbst vor 12,bzw.10 Jahren mit ausländischen Freunden zuletzt war, um ihnen „das schwarze Gold“ des Ruhrgebiets zu zeigen. Umso erstaunter waren wir, dass das Bergbaumuseum zurzeit wahnsinnig aufwändig umgebaut wird. Das hat zur Folge, dass der Zugang zum Förderturm (noch bis ca. Sommer 2018) nicht möglich ist und auch die alte Dauerausstellung so nicht mehr einsehbar ist. Von der (provisorischen) Kasse geht es ins Nebengebäude, wo der (nicht barrierefreie) Zugang ins Anschauungsbergwerk möglich ist.

Kinderwagen kann man dort zwar abstellen, aber aufgrund der spontanen Entscheidung, hatten wir uns vorher nicht Online über die Umbaumaßnahmen informiert und daher fürs Baby keine Trage o.ä. mit und ohne ist es auf dem unebenen und zum Teil engen Weg „unter Tage“ nicht wirklich angenehm, das Kind 30-60 Minuten zu tragen – so viel Zeit sollte man für den Rundgang dort einplanen. So haben wir uns aufgeteilt- über Tage kann man im Museumsshop stöbern und am Warteplatz für den geführten Bergwerksrundgang sitzen, auch bis zum Förderturm kann mangehen, wenn auch nicht barrierefrei, aber das kurze Stück kann man das Baby schon mal tragen.

Im Anschauungsbergwerk selbst wird gezeigt, wie Kohle abgebaut wurde, regelmäßig finden dort auch Sonderveranstaltungen statt und es sind z.B. echte Bergleute da, mit denen man sprechen kann, oder die Maschinen werden dann in voller Lautstärke mal angemacht.

Mittlerweile gibt es dort unten auch einen Audioguide in deutsch und englisch. Ich habe meinen Freunden ja das ganze Bergbauvokabular noch auf englisch übersetzen müssen (und bin am Schrägfräsbohrer, etc. dann doch gescheitert 😉 ).

Der Umbau soll noch gut 2 Jahre dauern, bis der Masterplan 2020 erfüllt ist, solange sind die Preise um ca.25% gesenkt (5€) für Erwachsene- und der Große hatte trotzdem eine Menge Spaß an den Maschinen und Erklärungen zum Bergbau. Absolute Schlechtwetteralternative in Bochum zum Tierpark (den Bericht dazu findet ihr hier)

LWL- Naturkundemuseum Münster

Also- ich bin ehrlich: das Naturkundemuseum in Münster kann noch viel mehr, aber wir waren in erster Linie wegen der Dauerausstellung „Die Urzeit lebt“ dort, um die Dinos zu sehen, schließlich haben wir einen riesigen Dinofan zuhause. Aus dem Pott haben wir an diesem Vormittag unter der Woche grad mal eine Dreiviertelstunde gebraucht. Parken kann man direkt auf dem Zooparkplatz (4€)- auch die Kombination mit einem Zoobesucherin bietet sich an.

Wir hatten Glück, in dieser Woche war im LWL der Eintritt frei, aber auch die 6,50€ für Erwachsene, die es sonst kostet, sind völlig okay.

Viele, viele Exponate zu den verschiedenen Saurierarten, Fossilien und (Gipsabdrücke von) Skelette(n). Kindgerecht aufgearbeitet auf drehbaren Schautafeln auch die mehr oder weniger wahrscheinlichen Gründe, warum die Dinos denn nun wirklich ausgestorben sind.

In einem kleinen Kino konnte man sich mit einem Allosaurus auf den Beutezug begeben und dort Ausschnitte aus der ZDF- Doku ansehen.

Oftmals sind die Inhalte durch Video- und Audiokommentare begleitet und so auch für Kinder einfacher zu verstehen.

Fundorte der Dinos (sogar im Münsterland!) , Fußspuren der Sauropoden und die Evolution der Meeressaurier sind anschaulich dargestellt und waren auch für den grade Dreijährigen schon interessant.

Im weiteren Verlauf kommt man durch die Eiszeit, an Mammuts und Neandertalern vorbei, kann heutige und vergangene Bewohner des Münsterlands (ausgestopft) sehen oder in der Augmented 3D Reality die Erd- Wasserverteilung ändern, indem man „Regen macht“ oder Inseln ins Meer baut.

Zum Kinderwagentest: absolut barrierefrei, Rampen, breite Wege, Wickelmöglichkeit (mit Wickelauflagen! Die sind ja sonst immer überall leer…), Kindermenüs im Café. Top!

Für einen verregneten Vor- oder Nachmittag auf jeden Fall lohnend, für Dinofans allemal. Und wer mag, kann danach ja noch in den ALLWETTER-Zoo, geht ja auch bei jedem Wetter. Oder auch noch ins Planetarium (das aus den Felix- Büchern!). Oder im Café noch was essen. Oder im Museumsshop stöbern… langweilig wird’s nicht. Ab nach Münster!

Parkleuchten im Grugapark Essen

Heute waren wir zum ersten Mal zu viert beim Parkleuchten im Grugapark. Daher auch so früh wie noch nie: schon zur Dämmerung waren wir am Parkeingang. Der Hauptparkatz war dieses Jahr auch geöffnet (letztes Jahr war irgendwie eine Messe) und kostet dank Entwertung am Kassenhaus auch nur 1€, nicht 4€.

Der Eintritt kostet für Erwachsene wie immer 5€ (samstags 6€ wegen Kleinkunstvorführungen), für Kinder ab 6 Jahren 2€.

Das frühe Ankommen war nicht schlimm: wir hatten keine Schlange an der Kasse und es wurde schnell so dunkel, dass die Lichtinstallationen ihre volle Wirkung entfalten können.

Wir waren wieder mit Kinderwagen unterwegs, was in der Grugapark gut möglich ist- man muss zwar manchmal einen kleinen Umweg gehen, aber die Wege sind ausreichend beleuchtet und somit für Kinderwagen und Rollstuhl gut befahrbar.

Recht am Anfang des Rundwegs gibt es an der Orangerie direkt einen Imbiss mit Curry- Pommes, Glühwein, aber auch Bratwurst und Kinderpunsch. Heute haben wir sogar einen Platz im Zelt neben dem Grill bekommen und konnten etwas kältegeschützt essen.

Es ist wirklich immer kalt, wenn im Februar/ März das Parkleuchten stattfindet, die Kids hatten also ihre dicken Schneeanzüge und Handschuhe an und das war auch nötig. Beide hatten Spaß an den tollen Lichtern, besonders die Lightshow am See fanden sie super und das Hundertwasserhaus ist ja immer abends beleuchtet, wirkt von der bunt bestrahlten Brücke aber noch beeindruckender.

Ein schöner Abendspaziergang, mit einem Kinderpunsch zum Wärmen temperaturmäßig und von der Strecke gut zu schaffen, auf dem Rückweg wurde über die schönen Lichter gesprochen und zuhause haben sich beide schnell ins warme Bett gekuschelt und geschlafen. Winwin!

Explorado Kindermuseum Duisburg

Babybrei wurde problemlos aufgewärmtKleines BistroBeschäftigt mit AusgrabungenFür die Kleinsten...

Auch am letzten Tag des Jahres kann man noch gut etwas unternehmen- so wird für alle der Tag bis zum langen Abend auch etwas kürzer. Gottseidank hat das Explorado Kindermuseum auch an Silvester einige Stunden geöffnet und obwohl einige Ruhrtopcard- Besitzer die letzte Chance zur Einlösung genutzt haben (2018 leider nicht mehr dabei), um die regulären 16,50€ Eintritt zu sparen, verteilt es sich gut auf den 3 Ebenen des alten Industriegebäudes. Auch der Schulausflug meiner gesamten Schule mit rund 220 Kindern war dort gut aufgehoben!

Jedenfalls bewirbt das Explorado sich selbst für Kinder von 4-12 Jahren. Wir waren nun 2 Jahre hintereinander mit 1 1/2, bzw 2 3/4- Jährigem dort und er hatte trotzdem immer schon seinen Spaß.

Momentan läuft eine Ausstellung zu den vier Elementen, bei der jedes Element durch Mitmachversuche dargestellt ist. Ein großer Vulkan, ein großes Wassertransportsystem, selbst ein „Erdbeben“ auslösen… viele Möglichkeiten, sich den Elementen experimentell zu nähern. Zur Dauerausstellung gehören ein 22- Personen- Kicker (quasi Mannschaft in Echtgröße), eine Zeitreise durch Musik und politische/ sportliche Highlights des 20. Jahrhunderts, Morse- und Flaggenalphabet zum ausprobieren. Ein SchattentheTer. Ein Kinderkino. Ein großer Saal, in dem regelmäßig besondere Veranstaltungen (zB Kinderdisco oder Lesungen) stattfinden.

Vom Dachsbau führt ein großer Baum bis hoch ins Eichhörnchennest und erklärt dabei direkt nich Photosynthese. Welche Abdrücke hinterlassen die verschiedenen Tiere im Sand? Kann man selbst austesten. Und wie anstrengend es ist, Korn von der Lore ins Schiff zur Mühle zu transportieren und dann zu Mehl zu verarbeiten, kann jeder mit eigener Muskelkraft testen.

Für Gruppen gibt es die Science-Labs, bei denen Versuche für kleine Gruppen unter Anleitung angeboten werden.

Es gibt einfach an jeder Ecke etwas zu entdecken. Vom Fahrzeug, übers Dachdecken, über Sprinten mit Zeitmessung. Alles kann und will ich gar nicht verraten- schließlich soll ja, so zeigt schon das Eingangsschild, in Anlehnung an Pestalozzi mit Herz, Hand und Kopf gelernt und entdeckt werden. Auf jeder Etage stehen aber viele freundliche Mitarbeiter mit Rat und Tat bereit, um anzuleiten und Tipps zu geben.

Die aktuelle Sonderausstellung „schwedische Kinderwelten“ klang sehr vielversprechend, allerdings waren wir eher enttäuscht. Wir mussten erst nachfragen, um zu erfahren, dass wir in den 7. Stock fahren mussten. Dort liegen wir Petersson und Findus in die Arme, auch Mama Muh muhte dort rum und die „besten Beerdigungen der Welt“ hatten dort offenbar auch stattgefunden. Die Ideen zu den einzelnen Büchern waren süß (wobei ich Astrid Lindgren einfach vermisst habe!), jedoch der Rundgang in den kahlen Betonwänden die Zusammenstellung etwas lieblos erscheinen ließ. Mal sehen, welche Ausstellungen als nächstes kommen.

Zur Stärkung vorher/nachher/zwischendurch bietet das kleine Bistro leckere Currywurst (witzig im Weckglas) und für kleine Mägen auch Mini- Pommes. Oder aufgewärmten Babybrei- das macht die Küche nämlich netterweise ohne Probleme.Außerdem gibt es andere kleine Snacks, Gebäck und Kaffee. Auf den Bierzeltbänken verbringt man tendenziell ohnehin keine Stunden.

Hochstühle für Kleinkinder sind vorhanden, ebenso ein extra Wickelraum und extra niedrige Kinderklos. Ein Kleinkind- Kletter- und Spielbereich mit Janosch- Thematik im 1.OG und Zack – war auch die Reisebiene von diesem Ausflug begeistert. So kann man als Familie da locker den Tag verbringen, tolle Idee auch für Kindergeburtstage, Schulen und Gruppen.

Fazit: Nicht billig, aber Spaß für die ganze Familie. Wer also ein klitzekleines bisschen Interesse an Technik, Baustelle, Tieren, Naturwissenschaften hat, wird dort einen schönen Tag verbringen. Viel Spaß euch!

Aquapark Oberhausen

Am 2. Weihnachtsfeiertag haben viele Bäder, Museen, Kinos, etc. wieder geöffnet (wenn auch vielleicht zu etwas anderen Öffnungszeiten als normal- auf jeden Fall die Homepages checken!) und wir haben die Erfahrung gemacht, dass besonders Vormittags diese Einrichtungen noch arg leer sind- viele müssen/ wollen am 2. Feiertag halt auch noch ein paar Termine „abarbeiten“. Wir waren mit unseren Terminen durch und konnten den Vormittag entspannt nochmal unsere Ruhrtopcard 2017 nutzen und 4 Stunden gratis in den Aquapark Oberhausen.

Wir waren jetzt schon das 3. Jahr mit Rurtopcard dort, also mit Baby, 1- und 2- Jährigem Kind und werden auch im nächsten Jahr wiederkommen- das spricht ja fürs Bad ;-).

Kinder bis 1m Körpergröße plantschen kostenfrei, danach kosten 2 Stunden für Kinder 5€, für Erwachsene 8€, 2 Stunden länger je 1€ mehr.

Das Bad ist „auf Ruhrpott gemacht“ und hat sich voll und ganz der Bergbauthematik verschrieben. Im Kinderbecken steht ein wasserspuckendes Grubenpferd, Loren Gießen Wasser aus, der Zugang zu den beiden großen Rutschen erfolgt über den „Schacht“ und zentrales Herzstück des Bades ist der hohe Förderturm. Auch die kleine Restauration im Bad verkauft natürlich unter anderem Currywurst- Pommes. Wenn Pott, dann Pott.

Abgesehen davon, dass sich das Bad durch die konsequente Bergbauthematik von anderen Bädern abhebt und unterscheidet, ist dort auch alles auf Familien eingerichtet: Parkhaus direkt neben dem Bad (kurze Wege! Kostenlos! Parkkarte wird an der Kasse entwertet), Leihbuggies gegen Pfand für den Gebrauch im Bad, Familienumkleiden mit und ohne Wickeltisch, je eine etwas niedrigere Dusche für Kinder. Im Bad dann nochmal ein separater Wickelraum, Babylaufställe und Schwimmreifen und Wasserbälle im Kinderbecken. Es herrscht Schwimmhilfenpflicht für Nichtschwimmer, auf die die Bademeister auch achten. Notfalls kann man Schwimmflügel im Schwimmbadshop erwerben, ohne das Bad dafür verlassen zu müssen.

Wir setzen persönlich schon seit der Travelbuddy klein ist (also, noch kleiner) auf eine Schwimmweste.

Jedenfalls ist mit dem großen Kinderbecken (20,bzw. 40cm tief) mit Rutsche und diversen Spritzfontänen, dem Becken mit Massagedüsen und Strudel, den zwei großen Rutschen (einmal mit, einmal ohne Reifen), Außenbecken, Lehrschwimmbecken und Backen mit Sprungturm und Speedrutsche (die fast senkrecht ins Wasser geht) für jeden was dabei. Auf den Stühlen und Liegen kann man ausruhen und Pause machen, oder auch im Restaurant einen Happen zu Essen kaufen.

Fazit: Ein Muss für alle Pottkinder!

Kindershow im Planetarium Bochum

Das Zeiss Planetarium Bochum hat mehr zu bieten, als die klassischen Astronomie- Shows mit dem „Sternenhimmel des Monats“. Auch für Kinder gibt es regelmäßig tolle Shows für verschiedene Altersstufen. Für die Kleinsten läuft zum Beispiel „Lars, der kleine Eisbär“ nach dem gleichnamigen Buch von Hans de Beer, adaptiert für die riesige Kuppel des Planetariums.

Parkplätze gibt es rund ums Planetarium, auch in den Nebenstraßen, manchmal muss man hier aber durch die Nähe zum Krankenhaus gerade tagsüber etwas Zeit für die Suche einplanen.

Im Planetarium kann man sich die Wartezeit überbrücken, indem man lustige Fotos im Astronautenkostüm macht, den alten Projektor oder den großen Globus bewundert. Getränke und Süßigkeiten sind am Stand oder am Automaten auch zu bekommen. Jacken können abgegeben werden, oder auch mit in die Kuppel genommen, ohne liegt es sich in den Sesseln aber bequemer.

Es empfiehlt sich, besonders für die Kinderveranstaltungen, Tickets vorzubestellen- per Onlinekauf mit print at Home, oder als Reservierung an der Kasse.

Die Vorstellung heute war zum Beispiel ausverkauft.

Empfohlen wurde der Eisbär ab 4 Jahren, aber auch dem bald 3- Jährigen hat es super gefallen und er war nicht der Jüngste dort.

Gut zu wissen- die Durchsage kommt bei jeder Veranstaltung zu Beginn- man kann die Kuppel jederzeit verlassen, dass aus Sicherheitsgründen aber nicht wieder rein. Also die Klofrage wenn möglich vorher mit den Kindern klären ;-)!

Die Vorstellung war eine Mischung aus Astronomie, Sternenbilder vom großen Wagen und der großen Bärin, den Himmelsrichtungen, der Erdkugel, die Geschichte von Lars und der Walbucht als Bilderkino (statische Bilder plus Erzähler) und Infos über die „echten“ Eisbären am Nordpol- was sie den ganzen Tag tun, fressen, etc.

Insgesamt ist die Show ca.50 Minuten lang und daher total kindgerecht. Die Projektion in der großen Kuppel ist auch einfach beeindruckend und etwas ganz anderes als Fernsehen.

Mit 8,50€ für Erwachsene und 5,50€ für Kinder sind die Preise auch echt in Ordnung für so ein Erlebnis- nächstes Jahr werden wir wieder eine Show mit der Ruhrtopcard umsonst bekommen.

Wir haben in den letzten Jahren auch viele tolle Shows für Erwachsene im Planetarium erlebt, besonders die Musikshows sehen wir uns gerne an: Musik zu einer bestimmten Thematik/ Band (Grönemeyer, Queen, Beatles, Rock-Pop, Traummusik) wird untermalt mit Bildern aus dem Weltall, von Sternen und Milchstraßen, einer Supernova oder fantastischen Fantasiebildern.

Fazit: Auch für Kinder eine tolle Sache, das neue Programm bis Mai 2018 ist schon draußen, einfach mal schauen, was für die eigenen Kids passend sein könnte.

Eislaufbahn Zollverein, Essen

Auch in diesem Jahr verwandelt sich die Fläche an der Kokerei auf Zollverein in eine Eislauffläche. In beeindruckender Industriekulturkulisse kann man hier seinen Bahnen auf Kufen ziehen. Parkplatz C an der Kokerei anfahren und über die Straße gehen, man kann es dank guter Beschilderung kaum verfehlen.

Tagestickets gibts für 7€ für Erwachsene und 5€ für Kinder (Ermäßigungen für Gruppen, Studis, Familien möglich). Gibt dann an der Kasse ein VIP- Bändchen und für 3€ einen Chip zum Schlittschuhe ausleihen.

Ab Größe 25 gibt es Kinderschlittschuhe auszuleihen, oder so „Umschnaller“ mit 2 Kufen, die über den Schuhen angezogen werden. Letztere geben etwas mehr Standfestigkeit.

Umziehen kann man sich dann auf den Bierzeltbänken vor der Eisbahn, Regale für die Schuhe, Taschen, etc. sind vorhanden (aber ohne Haftung und Gewähr- also Wertsachen besser zuhause oder im Auto lassen). Der Weg bis zur Eisbahn ist barrierefrei für Rollifahrer und Kinderwagen.

Für die Kleinen (und größeren Wackelpeter) gibt es die bekannten Pinguine, die beim Fahren lernen helfen, außerdem steht ein Coach zur Verfügung und hilft bei den ersten Schritten. Ein Kontrolleur checkt die Bändchen und weist freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass im Einstiegsbereich nicht gerannt, geschubst und rumgestanden wird- safety first, find ich gut. Ansonsten verteilen sich auch viele Leute auf den rund 1800 Quadratmetern Eisfläche gut. Natürlich gibt es dort erfahrene Läufer, die ihre Kunststückchen machen, aber auch Anfänger, die vor sich hin stolpern- muss einem also nix peinlich sein.

Direkt vor der Eisbahn gibts eine Hütte mit Gebäck (Muffins, Donuts, Waffeln am Stiel) und warmen Getränken mit und ohne Alkohol, unten am Eingang sind dann auch ein paar festere Sitzgelegenheiten und Hütten wie auf dem Weihnachtsmarkt, wenn man zum geselligeren Teil des Abends übergehen möchte.

Fazit zu unserem Versuch, den Travelbuddy aufs Eis zu locken: am Anfang war es ihm in Schlittschuhen zu wackelig und das rutschige Eis einfach ungewohnt und neu. Die zweikufigen Umschnaller fand er viel besser und hat sich dann vom Papa auch gerne übers Eis ziehen lassen, mit und ohne Pinguin. Angesprochener Eislauf-„Coach“ hat ihn dann nach etwas Diskussion einfach geschnappt und ist mit ihm flink übers Eis dem Papa hinterhergewetzt (das war schon mit meinem Einverständnis – manchmal muss man halt einfach machen). Ich hatte mit Riesenmeckerei gerechnet, bekam aber ein breit grinsendes Kind zurück. Also für einen noch nicht Dreijährigen hat er das super gemacht und hat insgesamt eine positive erste Erfahrung gemacht, auf die man aufbauen kann.

Als wir losgingen, wurde grad für eine Curling- Gruppe aufgebaut. Dafür kann man sich extra anmelden, auch eine Eisdisco ist zu bestimmten Terminen dort zu besuchen.

Witzig also, auch mit Kindern, mal was anderes als Schlittschuhlaufen in der Halle. Also, wenn’s nicht regnet: hin und loslaufen!